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Bastardschrift:
Schrift mit verschiedenen Stilelementen.
Blocksatz:
Satzart, bei der alle Zeilen einer ® Kolumne
die gleiche Länge haben. Der verbleibende Restwert jeder Zeile wird in der
Regel auf die einzelnen Wortzwischenräume verteilt.
Broschur:
Kleines, heftartiges Druckwerk.
Cicero
(Marcus Tullius): Im typografischen Maßsystem Bezeichnung für zwölf typografische
Punkte a 0,376 mm. Die Reden Ciceros stellten den Inhalt eines der ersten
gedruckten Bücher dar. Die in diesem Erstdruck verwendete Schriftgröße nannte
man später Cicero.
Daumenrand:
Bezeichnung des unteren Randes auf einer Buchseite. Nach dem goldenen
Schnitt der breiteste Abstand vom Satzspiegel
zum Papierrand.
Einzug:
Eingerückte Zeile.
Errata:
Druckfehlerverzeichnis am Ende eines Buches mit Berichtigung der Fehler, die
erst nach Auflagendruck der Bogen bemerkt wurden.
Flattersatz:
Flattersatz, der auch offener Schriftblock genannt wird (im Gegensatz zum
geschlossenen Schriftblock, dem Blocksatz), kann links- oder rechtsbündig,
auf Mitte oder versetzt angeordnet werden. Flattersatz bietet sich für Texte
an, die sinngemäß nicht in gleich langen Zeilen untergebracht werden können,
so beim Gedicht- oder Dramensatz.
Beispiel: linksbündig
Wer das Alphabet irgendeiner Sprache aufmerksam betrachtet, wird finden, dass
es darin nicht nur ähnliche Züge bei verschiedenen Buchstaben gibt, sondern
er wird erkennen, dass man alle von ihnen mit einer kleinen Zahl identischer
Teile, die verschieden zusammengesetzt sind, komponieren kann.
Beispiel: rechtsbündig
Wer
das Alphabet irgendeiner Sprache aufmerksam betrachtet, wird finden, dass
es darin nicht nur ähnliche Züge bei verschiedenen Buchstaben gibt, sondern
er wird erkennen, dass man alle von ihnen mit einer kleinen Zahl identischer
Teile, die verschieden zusammengesetzt sind, komponieren kann.
Beispiel:
Mittelachse
Wer
das Alphabet irgendeiner Sprache aufmerksam betrachtet, wird finden, dass
es darin nicht nur ähnliche Züge bei verschiedenen Buchstaben gibt, sondern
er wird erkennen, dass man alle von ihnen mit einer kleinen Zahl identischer
Teile, die verschieden zusammengesetzt sind, komponieren kann.
Beispiel:
Blocksatz
Wer
das Alphabet irgendeiner Sprache aufmerksam betrachtet, wird finden, dass
es darin nicht nur ähnliche Züge bei verschiedenen Buchstaben gibt, sondern
er wird erkennen, dass man alle von ihnen mit einer kleinen Zahl identischer
Teile, die verschieden zusammengesetzt sind, komponieren kann.
Fraktur:
Am Anfang des 16. Jahrhunderts entstandene Schrift mit gebrochenen Buchstabenformen.
Goldener
Schnitt: Ästhetisches Proportionsschema. Dient u.a. zur Bestimmung des
Satzspiegels. Lehrsatz: Der kleinere Teil einer Strecke verhält sich zur größeren
wie der größere zur gesamten Strecke, annäherndes Verhältnis: 1:3:5:8:13:21.
Hochzeit:
Doppelt hintereinander gesetzte Wörter.
Hose:
Schmaler Satz: z.B. links oder rechts eines Bildes angeordnet.
Hurenkind: In der Setzersprache Bezeichnung für die am Anfang einer Kolumne
stehende Schlusszeile des vorangehenden Absatzes.
Imprimatur:
Erteilung der Druckerlaubnis nach Korrektur eines Textes.
Initiale:
Anfangsbuchstabe, früher oft verziert und farbig ausgemalt.
Jungfrau:
Fehlerfrei gesetzte Arbeit, bei der keine Korrekturen mehr notwendig sind.
Kapitälchen:
Sonderform der Großbuchstaben. Die Kapitälchen stehen anstelle der Kleinbuchstaben
und werden in deren Bildhöhe verwendet, d.h., sie sind nur wenig größer als
die Mittellänge der Kleinbuchstaben.
Kolumne
(lat.: Säule ): Bezeichnung für einen zur Seite gestalteten Satz.
Kolumnentitel:
Der „lebende“ Kolumnentitel wird meist durch eine Linie vom Kopf der Kolumne
getrennt. Er enthält neben der Seitenzahl auch einen kurzen Hinweis auf den
Kapitel- und Seiteninhalt. Eine unterhalb der Kolumne stehende Seitenziffer
bezeichnet man auch als „toten“ Kolumnentitel.
Layout:
Eine vom Grafiker nach dem Scribble angefertigte Skizze in Schwarz-Weiß oder
Farbe. Das Layout soll durch die Anordnung von Bild und Text den Eindruck
des späteren Endproduktes vermitteln.
Leiche:
Fehlendes Wort eines Satzes, welches im Manuskript stand, vom Setzer aber
nicht mitgesetzt wurde.
Ligatur:
Zusammengegossene bzw. zusammengezogene Buchstaben, die ein form-ästhetisch
besseres Satzbild ermöglichen.
Metteur
(frz.: metteur en pages): Schriftsetzer, der für den Umbruch bzw. für
die Verarbeitung des korrigierten Satzes zu einer ganzen Seite zuständig ist.
Minuskel
(lat.: minusculus = etwas kleiner): Bezeichnung für Kleinbuchstaben; vgl.
Majuskel.
Mönch:
Druckersprache: Gedruckter Bogen mit zu blasser Farbführung.
Oberlänge:
Am unten stehenden n erkennt man die Mittellänge, am g die Unterlänge
und am H die Oberlänge (Versalhöhe).
Paginieren
(lat.): Ein Manuskript mit Seitenzahlen versehen.
Satzspiegel:
Die bedruckte Fläche einer Seite mit Text und Abbildungen. Der Satzspiegel
wird vom Setzer vor Beginn seiner Arbeit festgelegt. Ob ein breiter Satzspiegel
mit wenig Weißrand des Papieres oder ein solcher nach dem Proportionsschema
des Goldenen Schnittes verwendet wird, bleibt dem ästhetischen
Gefühl des Entwerfenden überlassen.
Schimmelbogen:
Druckbogen, der nur einseitig statt zweiseitig bedruckt wurde.
Schmutztitel:
Da früher oft Bücher ohne Einband auf Büchermessen oder im Handel angeboten
wurden, mussten sie mit einem Blatt, dem Schmutztitel, der auch alle wichtigen
Angaben enthielt, geschützt werden. Die Bücher wurden später vom Käufer nach
seinem Wunsch vom Buchbinder eingebunden. Heute steht auf dem Schmutztitel
meist der Hinweis auf Titel und Autor des Werkes.
Schriftfamilie:
Alle Varianten eines Schriftschnittes werden als Schriftfamilie geordnet.
So könnte sie Schnitte, wie z.B. kursiv, ultraleicht, leicht, mager, normal,
schmalmager, schmalhalbfett, halbfett, dreiviertelfett, fett, breitfett, extrafett,
usw. beinhalten.
Schnellschuss:
Ein Auftrag, der in kürzester Zeit abgewickelt werden muss; er erfordert meist
die Zurückstellung anderer Aufträge und führt so zur spontanen Änderung des
Betriebsablaufes in der Druckerei und verursacht Mehrkosten.
Schusterjunge:
Letzte Zeile einer Kolumne, die mit einem Einzug beginnt und sinngemäß auf
die nächste Seite umbrochen werden muss.
Schwarze
Kunst: Ursprüngliche Bezeichnung für das Druckgewerbe.
Spitzmarke:
Betonung von Stichwörtern im Lexikon durch fettere Schrift.
Typografie:
Seit dem 17. Jahrhundert Bezeichnung für die Buchdruckerkunst im Allgemeinen.
Heute steht die Typografie für die künstlerische Gestaltung einer Drucksache.
Man bedient sich hier der Kombination von Schriftgraden, -arten und -schnitten,
des Durchschusses, der Bild- und Flächenaufteilung sowie Linien und Farbe.
Umbruch:
Die Aufteilung des gesetzten Textes auf die einzelnen (z.B. Buch-)Seiten.
Der Umbruch erfolgt nach bestimmten festgelegten technischen und typografischen
Regeln. Beispielsweise sollte beim Umbruch vermieden werden, dass eine Buchseite
mit einer Ausgangszeile (Hurenkind) begonnen wird.
Vakat
(lat.: „von etwas frei sein“): Bewusst freigelassene, unbedruckte Seite
eines Buches.
Versalien:
Großbuchstaben.
Zwiebelfisch:
In der Setzersprache bezeichnet man hiermit einen Buchstaben aus einer anderen
Schrift im falschen Buchstabenfach. Als Fisch wird ein Buchstabe ein
und derselben Schrift im falschen Buchstabenfach genannt, z.B. ein e
im a-Fach. |